Mitarbeiter unterwegs: Ein Tag auf Safari in Afrika

Großartige Begegnung

Großartige Begegnung

Das Safari-Fahrzeug

Das Safari-Fahrzeug

Giraffen blockieren den Weg

Giraffen blockieren den Weg

Entspannung im Spa

Entspannung im Spa

Dem Löwen auf der Spur

Dem Löwen auf der Spur

Sundowner Stopp

Sundowner Stopp

Romantisches Dinner

Romantisches Dinner

Zu Fuß mit dem Ranger unterwegs

Zu Fuß mit dem Ranger unterwegs

Lichter erhellen die Lodge

Lichter erhellen die Lodge

Das Personal bereitet Ihr Frühstücksbüffet

Das Personal bereitet Ihr Frühstücksbüffet

Romantische Stimmung

Romantische Stimmung

Mahlzeit mit Aussicht

Mahlzeit mit Aussicht

Romantik pur

Romantik pur

Andrea Driske

Andrea Driske

Verhaltensregeln und was man sonst noch wissen sollte
Wer noch nie auf einer Safari war hat unter Umständen keine klare Vorstellung, was ihn erwartet. Vielleicht glauben Sie, dass Sie den lieben langen Tag auf der Suche nach dem afrikanischen Wild durch den Busch streifen oder gar mucksmäuschenstill Stunde um Stunde am Wasserloch ausharren müssen, bis dort durstige Tiere auftauchen.

 

Daher möchte ich Ihnen heute von meinem ersten Tag auf einer Safarilodge erzählen.

 

Der Tag auf einer Safarilodge ist nichts für Langschläfer sondern beginnt früh, sehr früh - so viel sei gesagt. Aber selbst eine so große Schlafmütze wie ich hat es noch niemals bereut.

 

Zum Sonnenaufgang erfolgt der Weckruf, in unserem Fall ein freundliches Klopfen an der Tür. Während ich mich noch bemühe die Augen aufzubekommen hat meine bessere Hälfte schon sein Programm im Bad absolviert. Ein zaghafter Blick auf die Uhr, oh je, es ist erst kurz nach 5 Uhr, normalerweise drehe ich mich um diese Uhrzeit noch einmal um! Glücklicherweise habe ich am Abend vorgesorgt, denn zum logischen Denken bin ich noch nicht fähig. Trekkinghose, T-Shirt, Pullover und Jacke liegen schon bereit, noch schnell der Schal, Sonnenbrille, Fotoapparat und das Fernglas – und fertig. In der Lounge erwartet uns ein kleines Frühstück. Eine Tasse Tee und die schwierige Entscheidung zwischen Obst oder einem herrlich duftenden Muffin und dann geht es los. Unser Ranger John führt uns zum offenen Safarifahrzeug und gibt uns eine kurze Einweisung in die Verhaltensregeln während der Pirschfahrt – keine lauten Gespräche oder Geräusche, immer sitzenbleiben, Arme und Beine sollten immer im Fahrzeug sein und überhaupt wird kein Unfug getrieben. Tracker Libuku schwingt sich vorne auf den Sitz auf der Motorhaube. Libuku ist Spurenleser und hat Augen wie ein Adler.

 

Es ist schon hell, aber die Sonne ist noch nicht zu sehen und es ist wirklich kalt, der Fahrtwind lässt uns schnell frösteln! Auch wenn Sie es vielleicht nicht glauben, die Winter in Afrika können lausig kalt sein und die Temperaturen gehen auf 0 Grad und weniger runter. ABER, sobald die Sonne am Himmel steht wird es warm und wärmer und spätestens auf dem Rückweg werden wir im T-Shirt unterwegs sein. Rund 4 Stunden waren wir unterwegs und haben die Bewohner des afrikanischen Busches beim Wachwerden beobachtet. Neben unzähligen Vögeln, diversen Antilopenarten, Zebras und einer kleinen Giraffenherde haben wir ein Löwenrudel mit 3 verspielten Jungen gesehen, eine Herde Elefanten beim morgendlichen Bad und eine betagte Nashorndame beim Frühstück beobachtet. Zwischendurch, auf einer kleinen Anhöhe mit herrlicher Aussicht, gab es eine heiße Tasse Kakao zum Aufwärmen. Zurück auf der Lodge erwartet uns ein köstliches Frühstücksbuffet mit allerlei Leckereien und frisch gebackenem Brot. Der zweite Gang besteht aus einem „Hot Breakfast“: Eier in allen Variationen mit Speck, gegrillten Tomaten und Toast.

 

Wir haben uns entschieden an diesem Vormittag den Busch zu Fuß zu erkunden und treffen uns nach dem Frühstück wieder mit John. Der hat das Gewehr geschultert und sein Vogelbestimmungsbuch unter dem Arm. Wir werden eher nicht auf Löwen und Elefanten treffen erklärt er uns, sondern viel über die wirklich kleinen Tiere lernen. Spuren und Losungen – die Hinterlassenschaften der Tiere – lesen, Vögel bestimmen und natürlich auch Pflanzen kennenlernen. John begeistert uns mit seinem Wissen, hat eine tolle unterhaltsame Art uns auf jede Kleinigkeit aufmerksam zu machen und die zwei Stunden vergehen wie im Flug.

 

Unsere private Terrasse lockt anschließend zu einem kurzen Päuschen. Mit Blick auf das um diese Uhrzeit völlig verlassene Wasserloch stehen zwei Liegestühle im Schatten und ich blättere ein wenig in meinem Reiseführer. Das Mittagessen wird uns auf der Terrasse vor der Lounge serviert. Es gibt Butternusssuppe, Impala Filet mit knackigem Gemüse und eine Vanillecreme zum Nachtisch - vorzüglich! Bei einer abschließenden Tasse Kaffee dümpeln wir mit unseren Tischnachbarn noch ein wenig vor uns hin und unterhalten uns über die Erlebnisse des Morgens, in kurzer Entfernung ziehen ein paar Impala-Böcke vorbei.

 

Für den frühen Nachmittag habe ich einen Termin im Spa gebucht. Unter den erfahrenen Händen der Beautytherapeutin gönne ich mir eine entspannende Ganzkörpermassage und eine verschönernde Maniküre. Während meine Hände und Nägel auf Hochglanz gebracht werden, plaudere ich mit Teresa über dies und das. Bereitwillig gibt sie Auskunft über ihren Werdegang und das Leben im Busch und fragt mir im Gegenzug Löcher über das Leben in Deutschland in den Bauch. Die anschließende Massage lässt mich in den siebten Himmel entschweben. Meinen Schatz finde ich anschließend am Pool. Auch er hatte einen entspannten Nachmittag und ist darüber eingeschlafen.

 

Gegen 16 Uhr werden die nächsten leckeren Schweinereien angeboten. Eine echte Teatime erwartet uns in der Lounge. Neben kleinen Törtchen und Obst tummeln sich Scones mit süßer Sahne, kleine herzhafte Sandwiches und Obst auf dem Buffet. Mit einer großen Kühlbox biegt John um die Ecke und schon geht es los zur zweiten Pirschfahrt des Tages. Nach der Hitze des Tages sinkt die Sonne langsam wieder der Erde entgegen und die Tierwelt erwacht aus ihrer lethargischen Starre wieder zum Leben. Warzenschweine wühlen mit der Schnauze im Matsch, Nilpferde kommen näher ans Ufer und machen sich bereit beim Untergehen der Sonne zum Grasen an Land zu kommen. Nur die Elefantenkinder wollen noch nicht so ganz aus dem Mittagsschlaf erwachen und dösen noch im Schatten ihrer Mütter und Tanten. Über buckelige Pisten fahren wir durch das Reservat und halten mal hier und mal da. Verfolgen Spuren, zücken das Fernglas und beobachten eine Herde Velvet Monkeys beim neckischen Spiel. Kurz vor Sonnenuntergang steuert John wieder einen malerischen Platz oberhalb des Flusses an und lässt uns aussteigen. Er zaubert gemeinsam mit Libuku eine kleine Bar hervor und wir erleben unseren ersten afrikanischen Sundowner. Eine Tradition, die ich liebe und nicht mehr missen möchte. In Afrika geht die Sonne nicht einfach unter. Nein, der Sonnenuntergang wird regelrecht zelebriert! Jeder Ranger kennt die schönsten und romantischsten Plätze und verführt Abend für Abend seine Gäste zu einem gut gekühlten Gläschen südafrikanischen Wein, einem Windhoek Lager oder aber dem Klassiker, einem Gin Tonic. Der ist übrigens gut gegen Malaria – sagt man – und mit Blick auf die eigene Gesundheit schmeckt so ein Drink nochmal so gut.

 

Bei unserer Rückkehr ist die Sonne bereits verschwunden, die Vögel verstummt und die schwarze afrikanische Nacht hat sich über das Land gelegt. Die Lodge ist erleuchtet von hundert Kerzen, Fackeln und Petroleumlampen. John lädt uns noch auf einen Aperitif an die Bar ein, wo wir mit den Mitreisenden den Nachmittag Revue passieren lassen. Laute Trommeln schallen plötzlich durch die Nacht und rufen uns zum Abendessen. Die Köche haben sich wieder selbst übertrumpft und wir genießen die schönsten afrikanischen Köstlichkeiten. Zu fünft sitzen wir unterm Sternenhimmel um den Tisch und lauschen einander bei den Erzählungen über Geschichten aus dem Busch. Und selbst nach nur einem Tag gibt es viel zu erzählen.

 

Nach dem Essen wechseln wir das Lager und versammeln uns mit allen Gästen der Lodge um das Lagerfeuer, welches die Mitarbeiter vor der Terrasse entzündet haben. Jeder erzählt von Begegnungen mit Elefanten, Löwen und Co. Die Ranger verabschieden sich nach einem letzten Drink und wünschen eine gute Nacht. Morgen früh um 5 Uhr stehen sie wieder parat um uns ihr Afrika zu zeigen.

 

Auch uns überkommt die Müdigkeit und wir holen uns unsere Taschenlampe von der Rezeption und lassen uns im Schutz der Nachtwächter zum Bungalow begleiten. Hier waren ebenfalls die guten Geister am Werk. Das Bett ist aufgedeckt und lockt zum Reinkuscheln, das Moskitonetz ist sicher aufgespannt und im Bad brennt einladend das Licht.

 

Was für ein Tag! Und das Schönste ist, es folgen alleine in diesem Urlaub noch 16 solcher und ähnlicher Tage und wir haben viel über Flora und Fauna gelernt. Aber auch, dass man auf Safari nahezu genauso häufig isst wie auf einem Kreuzfahrtschiff und das mindestens genauso gut – wenn nicht sogar noch besser –außerdem fängt der frühe Vogel den Wurm und Nichts ist unmöglich. Mitten im Busch zaubern die guten Geister der Lodge eine unglaubliche Atmosphäre und umsorgen ihre Gäste mit Herz und Seele.

 

Kaum liege ich in den Kissen mache ich Bekanntschaft mit dem afrikanischen Sandmännchen und der Schlaf überkommt mich.

Schlafen Sie wohl lieber Leser, wir wünschen schöne Träume. Und denken Sie daran, wir sind Ihnen gerne behilflich bei der Erfüllung Ihrer (Reise-)träume.

 

Andrea Driske, Produktmanager Afrika, Best of Travel Group

 

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